Über uns

Als Weinjournalist bereise ich seit Jahrzehnten die Welt auf der Suche nach leckeren, faszinierenden, göttlichen und außergewöhnlichen Tropfen. Ich habe mehrere Bücher darüber geschrieben, wie "111 Deutsche Weine, die man getrunken haben muss". Manche Winzer wagen etwas - die meisten klemmen die Rute und folgen Schema F. Wie oft habe ich gefragt "Warum machst du nicht mal...?" Schulterzucken. Ich war es endgültig leid, etliche wunderbare Weine nicht verwirklicht zu sehen. Deshalb rief ich 2009 die "Deutsche Wein-Entdeckungs-Gesellschaft" ins Leben. Endlich unterwegs zu unerforschten Inseln, von denen Sagen und Legenden künden - doch die nie jemand betreten hat! Sie harren ihrer Entdeckung. Verborgen liegen sie im deutschen Weinmeer. Seichte Gewässer? Von wegen! Hohe Tannen? Hohe Wellen!

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In jedem Jahr entdeckt (sprich: macht) die Gesellschaft genau einen Wein. Dafür suchen wir uns jeweils einen deutschen Spitzenwinzer aus, der das Zeug und den Mut hat dieses Abenteuer einzugehen. Gemeinsam wird festgelegt wie die Trauben und der Wein gehegt und gepflegt werden. Was dabei herauskommt? Keiner kann es wissen. Die Weine sollen exorbitant sein, nie dagewesen - und verdammt viel Trinkspaß bereiten. Aber sie dürfen auch herausfordernd ausfallen. Zum Beispiel: Diven, die erobert werden wollen, oder kantige Naturburschen mit einem Handschlag der einem alle Knochen bricht. Jeder Entdeckungs-Wein wird nur einmal erzeugt. Ein Jahrgang, ein Name. Eine limitierte Menge, höchstens 1.000 Flaschen. Eingewickelt in Seidenpapier. Es sind Schätze, und so werden sie auch behandelt.

Carsten Henn

Carsten

Carsten ist unser kreativer Kopf. Studierte Weinbau in Australien, ist einer von Deutschlands renommiertesten Weinjournalisten & Deutschlands erfolgreichster Weinkrimi-Autor.http://www.carstensebastianhenn.de

Gerd

Gerd kümmert sich um die Verwaltung. Alles was mit Rechnungen und Zahlen zu tun hat, ist bei ihm in besten Händen. Alle Bestellungen gehen durch seine Hände.

Julchen von Eichendorff

Immer mittendrin: Unsere Katze Julchen von Eichendorff. Die beste Nase weit und breit. Bevorzugt unverständlicherweise Wasser statt Wein.

Unsere Geschichte

Los ging es 2009 mit dem Wein "Der Rote Baron" vom Pfälzer Spitzenweingut Knipser. Ein Rotwein-Cuvée ausschließlich aus deutschen Rebsorten - und aus drei Jahrgängen. Macht man nicht, machten wir doch. Noch heute steht der Wein genial im Glas. Der zweite Wein hieß "Neumond" und war der Jungfern-Ertrag eines neuen Riesling-Weinbergs von Kult-Winzer Klaus-Peter Keller aus Flörsheim-Dalsheim (Rheinhessen). Damals für 28 € verkauft, heute für 1.190 € bei ebay angeboten.

Aber unser Ziel ist es nicht, Wertanlagen zu keltern, sondern echte Entdeckungen: wie einen Spätburgunder mit 200% neuem Holz, einen Müller-Thurgau, der wie ein edler Chardonnay ausgebaut wurde, einen Rotwein, den man leicht und kühl trinken sollte, einen "Virtuellen Gemischten Satz", oder das grenzüberschreitende Cuvée eines berühmten Winzerpaares.

Unser eigener Weinberg

Mittlerweile haben wir auch einen eigenen Weinberg in St. Aldegund an der Terrassenmosel, eine Steilstlage mit wurzelechten Riesling-Reben.

Eigentlich heißt die Lage Himmelreich, doch wir nennen unsere Parzelle darin das Piratenstück, weil man sich wie ein Freibeuter auf den Planken eines Vier-Masters fühlt, wenn man von ihm hinunter auf die Mosel blickt. In jedem Jahr erzeugen wir mit dem Weingut Franzen in Bremm einen Riesling. Nur wenige Flaschen. Manchmal kaum mehr als 100, in guten Jahren auch mal 300.

Dies ist der einzige Wein, den wir jedes Jahr aufs neue entdecken.